Panther-Cross Serie 2011/2012 usw…

Ja, nachdem mich gegen Ende der Straßensaison irgendwie die Lust verlassen hat hier weitere Berichte zu schreiben gibt es jetzt, nach 4 1/2 Monaten :O, mal wieder was Neues zum lesen. Nachdem die erste Lizensierte Straßensaison ja recht zufriedenstellend (fast) zu Ende gegangen ist bin ich am 01.10.2011 das erste Mal auf den Crosser gestiegen und, bei nicht gerade crosstauglichen 28°C, in Braunschweig Lehndorf über die verstaubte Piste geflitzt… naja, mehr oder weniger :D . Ganz ohne Probleme verlief das leider nicht und so musste ich mich sowohl mit Rückenschmerzen als auch einem sich lösenden Schalthebel kämpfen. Es waren also nicht gerade optimale Bedingungen und so beendete ich das Rennen, mit total vertrocknetem und verstaubtem Mund, auf Platz 13. Mit etwas Erfahrung, Rumpftraining und ohne Pech wäre da deutlich mehr drin gewesen, aber naja… was solls!?

So hatte ich also am 01.10 die 2012er Saison eingeläutet. Am 03.10 gab es aber nochmal einen kleinen Rückfall in die Saison 2011. Mit dem Straßenrennen der A/B-Amateure, im Rahmen des Münsterland Giro, sollte dann die Straßensaison abgeschlossen werden. Viel rechnete ich mir für das Rennen nicht aus. Die Form war zwar, nach dem 6 Platz beim B/C-Rennen in Limbureg in der Vorwoche, noch recht gut, aber beim Münsterlandgiro gab es eben nur einen Hügel nach der Hälfte des Rennens und dann ging es wieder flach zurück nach Münster. So war klar dass es auf eine Sprintankunft hinauslaufen würde. Im Finale versuchte ich zwar noch mich nach vorn zu arbeiten, aber da war nicht viel zu machen. Letztendlich trudelte ich irgendwo im Niemandsland um Platz 30 im Ziel ein und konnte so eine Sturzfreie und aus meiner Sicht sehr erfolgreiche, erste Amateur-Saison beenden.

Danach war lange nix… naja, außer ner Pause und ner ganzen Menge Grundlagentraining ;)

Das zweite Rennen der Panther-Cross-Serie in Harxbüttel hab ich dann aufgrund von chronischer Unlust geschwänzt und bei der Cross-LVM in Hannover erlag ich denselben Symptomen.

Erst heute, am 15.01, verspürte ich mal wieder ein wenig Lust auf Quälerei und heftig schmerzende Beine. Man gönnt sich ja sonst nix. Also ging es zum 3. Lauf der Panther-Cross Serie nach Neubrück und das am bisher kältesten Tag des Winters. Zu Hause wars zwar auch kalt, aber da schien vormittags wenigstens noch die Sonne. Auf dem Weg nach Braunschweig wurde es dann immer nebliger und kälter. Bei muckeligen -2 bis 0°C quetschte ich mich in meinen Rennanzug und begutachtete die Rennstrecke. Alles ganz gut fahrbar, bis auf einen sandigen Ansteig bei dem man immer genau die richtige Linie wählen musste um nicht laufen zu müssen. Ansonsten war es ein Gemisch aus Buckelpiste, Baumslalom und kleinen steilen Rampen. Zum Glück kenne ich solche Strecken aus meiner MTB-Zeit noch zu genüge und hatte damit keine größeren Probleme. Am Start standen dann, sage und schreibe, 9 Fahrer :o . Das Tempo war vom Start weg sehr hoch, aber das ist bei CX-Rennen ja normal. Trotzdem konnte ich ohne größere Probleme den Anschluss an die Gruppe um Platz 3 Halten. Leider verrutschte nach etwa 4 Runden in meinem rechten Schalthebel die Rastscheibe der Schaltmechanik sodass ich nicht mehr schalten konnte und somit nur noch die Wahl zwischen großem und kleinem Kettenblatt hatte. Daraufhin war die Gruppe natürlich weg und ich versuchte irgendwie über den Kurs zu kommen. Nach ca. 1,5 Runden fiel mir dann eine etwas rabiate Methode ein wie ich den Schalthebel möglicherweise wieder in Gang zu bringen könnte. Mit einem Kräftigen Zug am Schaltzug und einem damit verbundenen lauten Knacken im Schalthebel hatte ich es tatsächlich geschafft die Rastscheibe wieder in die, mehr oder weniger, richtige Position zu bringen und konnte daraufhin wieder alle Gänge nutzen. Das schalten war zwar jetzt etwas hakelig, aber wenigstens ging es überhaupt wieder. Die Gruppe vor mir hatte sich in der Zwischenzeit aufgelöst und auf Platz 6 hatte ich ca. 30s Rückstand. Leider gelang es mir im Laufe des Rennens nicht mehr aufzuschließen und rollte so als 7. über den Zielstrich. So konnte ich, mit meinem 13. Platz in Lehndorf und dem 7. in Neunbrück, tatsächlich 9. in der Gesamtwertung werden und das obwohl ich ein Rennen gar nicht gefahren bin. Damit hab ich überhaupt nicht gerechnet. Ich sollte nächstes Jahr also doch mal alle drei Rennen fahren… ;)

Da die Cross-Saison jetzt vorbei ist, ist erstmal wieder Rennpause angesagt. Am 25.02 starten wir dann mit einem Tuspo-4er beim 12h MTB-Rennen in Rotenburg (Fulda) und einen Monat Später beginnt auch schon die neue Straßensaison. Mal sehen was da dann so geht!?

_______________________________________________________________________ Braunschweig-Lehndorf

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Braunschweig-Neubrück

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Und hier noch ein paar richtig gute Bilder aus Neubrück:

 

Vielen Dank an andis-radsportfotos.de

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Video vom Rennen in BS-Lehndorf
Video vom Rennen in BS-Neubrück

28.08.2011 Int. Herbramer „officeXL.de“-Radrennen

104km, 13 Runden, KT-A/B, 48 Starter… klingt nich gerade vielversprechend für eine erst kürzlich aufgestiegene B-Wanze wie ich es bin ;)
Zu allem Überfluss stand dann auch noch ein herrlich frisches Lüftchen auf der Strecke sodass man sich schon sehr geschickt in dem kleinen Feld verstecken musste um dem Wind nicht schon früh im Rennen zum Opfer zu fallen. Naja, jedenfalls fing das Rennen relativ gemütlich an. Auf der leicht ansteigenden Straße aus dem Ort heraus war das Tempo zwar hoch, aber im Feld rollte es wirklich gut. Selbst die erste kurze steile Rampe wurde noch nicht allzu schnell gefahren und ich kam in der Mitte des Feldes auf die Gerade auf der mir schon vorher klar war dass es da eine Windkante geben würde. Dementsprechend hatte ich mich auch darauf eingestellt. Gebracht hat es mir aber nichts, das Tempo war einfach nur abartig hoch und der Wind gefühlt doppelt so stark wie bei meiner Streckenbesichtigung. Dementsprechend zerfiel das Feld schon in der ersten Runde in zwei Gruppen. Auf dem folgenden Streckenabschnitt konnten wir das Loch allerdings wieder schließen. Die zweite Runde lief dann genau so ab. Relativ moderates Tempo bis zur Windkante, aber dann… wieder wurde auf der leicht ansteigenden Gerade in Einerreihe gefahren, wider war das Tempo jenseits von gut und böse und schnell bildeten sich überall Löcher. Das hatte zur Folge dass nur noch kleine Gruppen übrig bleiben. Die Führungsgruppe mit 8 Fahrern, eine siebenköpfige Verfolgergruppe und dahinter eine 3-5 köpfige Gruppe, mit wechselnder Besetzung, in der auch ich mich befand. Kurt darauf waren wir dann nur noch zu dritt und der Abstand zur nächsten Gruppe wuchs immer weiter an. Hinter uns war niemand mehr, somit befanden sich nach 3 Runden nur noch 18 Fahrer im Rennen. Meine Gruppe lief anfangs auch nicht sehr rund und mit drei Fahrern gab es auf der selektiven Runde so gut wie keine Erholung. So schwanden Runde um Runde meine Kräfte und in der sechsten von 13 Runden war am zweiten steilen Anstieg dann endgültig meine Kraft aufgebraucht. Ich musste meine beiden Begleiter ziehen lassen und rollte nur noch locker zum Ziel.
Spaß hat es erstaunlicherweise trotzdem gemacht, aber irgendwie wäre ich lieber beim C-Rennen gestartet ;)

14.08.2011 Edermünder Runde

07.08.2011 Kriterium in Hanau

Nach dem Uni-Radrennen in Wuppertal, bei dem ich krankheitsbedingt doch einige Schwierigkeiten hatte ging es nun zum Kriterium nach Hanau. Ich war zwar immer noch etwas erkältet, aber ich fühlte mich schon wieder deutlich besser als noch vor einer Woche. Bei der Streckenbesichtigung am PC, dafür gibts ja ganz gute Programme ;) , fiel mir gleich die extrem winklige Streckenführung auf. Schließlich gab es auf der 700m langen Runde acht Kurven. Zwei davon etwas langgezogen, die restlichen waren alle samt schön rechtwinklig. Das aber nicht nur die vielen Richtungswechsel eine Herausforderung werden sollten fiel bei dann sofort bei der ersten Streckenbesichtigung vor Ort auf. Direkt nach Start/Ziel ging es auf einen gepflasterten Platz. Auf dem ersten Metern war der Belag noch recht gut, danach aber wurde es zu „richtigem“ Kopfsteinpflaster. Und darauf ging es dann auch noch um eine sehr enge 90° Kurve. Der Rest der Strecke war eigentlich recht gut zu fahren, aber bei einer so kurzen Runde bleibt nach den ca. 250m Pflaster ja nicht viel „Reststrecke“ übrig :D . 90 Mal sollte es übrigens über die Rüttelplatte gehen. Mit Defekten und Stürzen war also zu rechnen. Zum Glück war es trocken sodass wenigstens das Sturzrisiko nicht ganz so extrem war.

Nach dem Ich mit zusammen mit Marius warmgefahren und anschließend hektisch auf die Uhr blickend an einer Bahnschranke gewartet habe ging es zum Start. Dort Trafen wir dann auch Timo der ebenso wie ich bereits 4 Platzierungen hatte und somit heiß auf die fünfte und letzte Platzierung war. Mit etwa 50 weiteren Fahrern ging es dann auf die Strecke. Das Feld war von Beginn des Rennens sofort langezogen und in Einerreihe unterwegs. Wie ich befürchtet hatte waren die Erholungsphasen zwischen dem Pflasterüberfahrten nicht wirklich lang und vorne löste sich bereits nach der ersten Wertung eine dreiköpfige Gruppe vom Feld. Wenige Runden Später fassten Timo und ich uns ein Herz und machten uns auf die Verfolgung der Trios. Anfangs hatten wir noch einen Begleiter, der musste allerdings kurze Zeit später reißen lassen. Auch wenn das Fahren im Wind nicht sehr kräftesparend ist war es doch auf dem Kopfsteinpflaster deutlich angenehmer und vor allem auch schneller wenn man nur zu zweit unterwegs war. Währenddessen kamen wir der Spitzengruppe immer näher. Die Lücke war zwischenzeitlich kaum größer als 30m, aber und gingen aufgrund des extrem hohen Tempos so langsam aber sicher die Kräfte aus. So wurde der Abstand wieder langsam aber stetig etwas größer und ich spielte schon mit dem Gedanken raus zu nehmen und mich wieder vom Feld schlucken zu lassen. Bei der nächsten Wertung fuhren wir dann also an Position 4 liegend. Das war zwar einerseits gut, andererseits aber auch irgendwie suboptimal da nur einer von uns einen Punkt bekommen konnte. Timo rief hinter mir dass ich den Punkt holen sollte. Ich fühlte mich in der Situation irgendwie nicht so ganz wohl und drehte mich auf der Zielgeraden noch einmal mit fragendem Blick zu ihm um. Darauf signalisierte er mir erneut dass er mir den Punkt überlassen würde. So fuhren wir also durch die Wertung und versuchten weiterhin das Tempo so hoch wie möglich zu halten. Bis zur nächsten Wertung war es aber leider noch ein langer Weg und ich merke dass ich mir mit dem Fluchtversuch so langsam aber sicher alle Lichter ausschießen würde. Als das Feld dann bereits bis auf wenige Meter an uns herangefahren war signalisierte ich Timo dass ich die Kräfte verschossen habe. Als ich im Windschatten des Feldes versucht mich zu erholen fuhr Timo noch zwei weitere Runden vor dem Feld. Wurde letztendlich aber auch geschluckt. Bei der kurz darauf anstehenden Wertung waren wir beide mit regenerieren beschäftigt sodass an Sprinten nicht mal ansatzweise zu denken war. Während ich fast die ganze verbleibende Renndistanz versuchte wieder zu Kräften zu kommen beteiligte Timo sich wieder an den Wertungssprints. Leider wurde er nicht belohnt und fuhr erneut knapp an einem Punkt vorbei. Da die drei Ausreißer einen Großteil der Punkte einheimsten bestand zwar für mich die Möglichkeit mit dem einen Punkt in die Top 10 zu fahren, aber wirklich sicher war ich mir da nicht. Zum Glück fand ich pünktlich zur Schlusswertung wieder zu Kräften und arbeitete mich langsam aber sicher im Feld nach vorn. Kurz vor der letzten Kurve fuhr ich dann an zweiter Position und im Sprint um den letzten Punkt tauchte dann sogar noch ein Fahrer aus der Führungsgruppe vor uns auf. Es hätte also sogar noch mehr Punkte geben können, aber weder erreichten wir den Ausreißer, noch konnte ich mir den vierten Platz sichern. So musste ich also hoffen dass der eine Punkt für eine Platzierung reicht. Timo war leider bei der Letzten Wertung etwas zu weit hinten um noch vorne mit sprinten zu können.

Als dann endlich die Ergebnisliste veröffentlicht wurde kam die große Überraschung. Timo bekam sie zuerst zu sehen und rief mir zu dass ich neunter geworden sei. Das konnte ich gar nicht glauben und musste mich erst mal selbst davon überzeugen. Das war sie also, meine fünfte Platzierung. Und dass in der ersten Amateursaison. Damit hätte ich vor Saisonbeginn nicht mal ansatzweise gerechnet. An dieser Stelle aber noch einmal ein riesiges DANKESCHÖN an Timo. Schließlich wäre er mit dem einen Punkt auch aufgestiegen. Ich werde mich beim nächsten gemeinsamen Rennen auf jeden Fall revangieren.

Mit der Edermünder Runde, dem Kriterium in Seeheim und dem Gartenstadt Rennen in Bramsche stehen jetzt erst mal 3 B/C-Rennen an. Mit denen hatte ich ja bisher nur Pech, aber ich hoffe dass ich meine DNF-Serie unterbrechen kann. Vielleicht ist ja sogar noch eine gute Platzierung möglich. Das wäre dann natürlich die Sahnehaube auf einer ohnehin schon genialen Saison. ;)

17.07.2011 Grosser Preis der Stadt Pattensen

Bei absolutem Sauwetter ging es zusammen mit Timo und Björn zum ABC Rennen in Pattensen. Allerdings ließ der Regen immer mehr nach je weiter wir Richtung Norden fuhren. In Pattensen angekommen waren dann sogar schon fast alle Straßen abgetrocknet, was bei der winkligen Strecke auch sehr gut war. Am Start standen ca. 90 Fahrer. Nach dem Start ging es dann auch wie erwartet schnell vorwärts und ich brauchte erst mal (wie eigentlich immer) einige Runden um ins Rennen zu finden. Nach etwa einem Drittel konnte ich mich dann im vorderen Teil des Feldes festsetzen und dort auch mal Yannick bei einem Ausreißversuch etwas Rückendeckung geben. Leider konnte er sich nicht absetzten und so gingen immer neue Attacken. Ich versuche auch ab und zu mal mit in eine Gruppe zu springen, aber ernsthaft vom Feld lösen konnte sich letztendlich niemand. So blieb das Rennen weiterhin schnell und ich fiel zwischenzeitlich wieder etwas weiter zurück. Gegen Ende des Rennens arbeitete ich mich dann wieder weiter nach vorne. Unter die ersten 10-15 schaffte ich es allerdings nicht mehr. Da ich im Rennverlauf die Rundenanzeige leider nicht gefunden habe :D kam die letzte Runde dann auch etwas plötzlich und so fuhr ich an Position 20-25 liegend in die Letzte, extrem schnelle Runde. Weiter nach vorn zu kommen war bei dem Tempo nicht möglich und so bog ich hinter den um den Sieg sprintenden Fahrern auf die Zielgerade. Ich Sprintete zwar noch, konnte aber kaum Plätze gut machen. Also fuhr ich ungefähr an Position 20 ins Ziel, war damit aber doch recht zufrieden. Frieder fuhr im Sprint auf Platz 2 und Julian wurde neunter. Somit also mal wieder ein wirklich gutes Ergebnis für den TUSPO.
Beim anschließenden Dernyrennen der ersten zehn des Hauptrennens begann es dann pünktlich zum Start zu regnen wie aus Eimern. Somit konnte man schon fast froh sein wenn man nicht in die top 10 gefahren ist. ;)
Alles in allem bin ich mit dem Rennen ganz zufrieden. Ich konnte mich zum ersten Mal bei einem Rennen mit A Beteiligung gut im Feld behaupten und war auch trotz des Tempos von fast 45km/h nicht übermäßig viel im roten Bereich unterwegs. Das Gefühl für die kommenden Rennen und den hoffentlich bald anstehenden Aufstieg ist also gut… mal sehen was noch so geht.

Nachtrag: Platz 17 und 3. C-Fahrer

Bilder: radsport-photos.de

02.07.2011 7. paragon-day in Delbrück

Zusammen mit Timo stand ich am Samstag am Start des C-Rennens welches im Rahmen des Delbrücker Sportfestes ausgetragen wurde. Eigentlich wollten auch Erik und Marius starten aber die beiden haben sich noch kurzfristig abgemeldet. In Anbetracht der ca. 45 Starter waren die beiden aber wohl nicht die einzigen die sich kurzfristig gegen einen Start entschieden hatten.
Die Strecke war 1,2km lang, hatte eine leicht ansteigende Zielgerade, eine lange tellerflache Gerade mit Gegenwind und eine leicht abfallende etwas geschwungene „Abfahrt“. Die Drei Kurven der Strecke waren gut zu fahren und die Kurve eingangs der Zielgerade war sogar fast Vollgastauglich. Bei einem so kleinen Fahrerfeld sollte es also keine großen Probleme geben. Das Rennen wurde Als Kriterium ausgetragen und alle 5 runden wurden Wertungspunkte vergeben. Nach dem Start wurde gleich ein hohes Tempo vorgelegt und ich hatte, wie so oft, erst mal Schwierigkeiten im vorderen Teil des Feldes zu bleiben. Auch bei der Ersten Wertung hatte ich noch nicht so richtig ins Rennen gefunden und ging dementsprechend leer aus. Nach der Wertung hatten sich allerdings zwei Fahrer absetzen können. Kurz darauf machte sich ein Weiterer Fahrer auf die Verfolgung und als es in den leicht abschüssigen Streckenabschnitt ging machte auch ich mich auf die Verfolgung. Ein gutes Gefühl hatte ich dabei zwar nicht, schließlich waren noch über 50km zu fahren, aber ich konnte schnell aufschließen und die Gruppe lief sofort sehr gut. Mein Glück war das Timo bei meinem Angriff vor dem Feld fuhr und sofort das Tempo etwas drosseln konnte, danke dafür ;) . Anfangs Konnten wir einen Vorsprung von ca. 20 Sekunden herausfahren. Dieser blieb dann für etwa 2 Runden unverändert, aber als die Verfolgung im Feld eingestellt wurde wuchs der Vorsprung schnell auf 45 Sekunden. Zu dieser Zeit teilten wir die Wertungspunkte Gleichmäßig  unter uns auf ohne zu sprinten. So hatte ich nach der 4. Wertung bereits 10 Punkte und war damit eigentlich schon sicher platziert. Bei den Nächsten Wertungen war es dann allerdings vorbei mit der Einigkeit und zur Freude der Zuschauer und des Streckensprechers kam es nun bei Jeder Wertung zu einem Sprint. Bei der Hälfte des Rennens hatten wir dann bereits das Feld in Sichtweite, entschieden uns aber vorerst den Rundengewinn nicht perfekt zu machen. Schließlich hätten wir sonst wieder Sprints im Großen Feld oder sogar einen erneuten Angriff fahren müssen. Da es im Feld zu diesem Zeitpunkt keinerlei tempoarbeit gab sank das Tempo extrem ab. So „gondelten“ wir den Rest des Rennens, mit Ausnahme der Wertungssprints hinter dem Feld her. Da keine in der Gruppe ein Interesse hatte den Rundengewinn perfekt zu machen sollte das auch bis zum Ende des Rennens so bleiben. Bei den Wertungen belegte ich leider immer nur Platz 3 oder 4 und so lieferte ich mir ein kleines Duell um den dritten Platz. Erst bei der Letzten Wertung konnte ich mir mit einem Zweiten Platz und somit 6 Punkten den 3. Platz sichern. So konnte ich meine 4. Platzierung dann sogar auf dem Podium feiern. Wenn mir vor der Saison jemand gesagt hätte dass ich in bereits im Juli 4 von 5 Platzierungen haben würde und dass eine davon sogar ein 3. Platz ist hätte ich wohl nur gelacht. So aber fehlt mir jetzt nur noch eine Platzierung und ich könnte schon in der ersten Amateursaison den Aufstieg in die B-Klasse schaffen. Da ich aber erst mal keine C-Rennen fahren werde und jetzt sowieso erst mal eine kleine Pause ansteht wird das wohl so schnell nicht möglich sein. Mal sehen was die zweite Hälfte der Saison noch alles bringt. Eine Platzierung sollte da ja eigentlich noch machbar sein, vielleicht ja sogar beim Göttinger Altstadtrennen ;)
Timo wurde übrigens 7. und hat damit auch schon seine dritte Platzierung auf dem Konto…
…Alez le Blue :D

26.06.2011 Kasseler Radrenntrag

Nach dem Desaster in Neheim ging es heute zu einem der wenigen „Heimrennen“ nach Kassel. Das Rennen wurde Als Kriterium ausgetragen und auf der 1km Runde gab es einen kleinen aber gemeinen Anstieg in den man immer wieder aus einen 90° Kurve heraus beschleunigen musste.
Das Rennen begann (mal wieder) sehr schnell und nach einem kleinen Ausreißversuch in Runde 2 hielt ich mich zurück um bei den Wertungen vorn dabei zu sein. Bei der ersten Wertung konnte ich auch gut mit fahren und sicherte mir auf Anhieb 2 Punkte. Danach kam es immer wieder zu angriffen, aber keinem Fahrer gelang es sich vom Feld zu lösen. Bei der Zweiten Wertung war ich dann etwas zu weit hinten und konnte mit keine Punkte holen. Bis zur Dritten Wertung verlief das Rennen dann weiterhin mit immer wiederkehrenden Angriffen und Tempowechseln. Zur dritten Wertung konnte ich mich dann weder besser positionieren und mit dem vierten Platz einen weiteren Punkt ersprinten. Direkt nach der Wertung konnte sich dann ein einzelner Fahre absetzten und seinen Vorsprung schnell ausbauen. Von da an gab es also nur noch für die ersten drei des Feldes Punkte und so wurde das Unterfangen schon schwieriger. Zur vierten Wertung hatte ich dann allerdings wieder eine gute Position und konnte mit Platz 2 (im Feld) zwei weitere Punkte verbuchen. Währenddessen konnte sich der Soloflüchtling immer weiter absetzen sodass er bereits fast eine halbe Runde Vorsprung hatte. Eine ernsthafte Nachführarbeit kam im Feld auch nicht zustande. Zwar kam es weiterhin zu Angriffen, aber diese Tempoverschärfungen waren immer nur von kurzer Dauer. Also ging es bei der fünften Wertung wider um 3, 2 und einen Punkt. Erneut konnte ich mich gut positionieren und im Sprint auf den dritten Platz fahren. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich also bereits 6 Punkte auf dem Konto, was nach meine Rechnung wohl für eine Platzierung reichen sollte. Da ich wohl vor dem Start nicht richtig aufgepasst habe dachte ich bei der 6. Wertung dass es sich dabei um einen Prämiensprint handelte. Da wurde der Rhythmus der Wertungen nämlich plötzlich von jeder 10. auf alle 5 Runden geändert. So fuhr ich dann also unbeeindruckt im Feld weiter und bereitete mich schon langsam auf die Schlusswertung vor. Da der Ausreißer bereits fast eine ganze Runde gut gemacht hatte gab es also nur noch 6, 4 und 2 Punkte für das Feld. Ich versuchte zwar noch ein Mal alles um nach vorn zu kommen, konnte im Sprint aber nur noch Platz 5 belegen und ging somit erneut leer aus. Trotzdem war ich mir relativ sicher dass ich mit den 6 Punkten Platziert habe. Nach dem rennen erfuhr ich dann von der vorletzten Wertung und ärgerte mich doch ziemlich darüber dass ich das nicht mitbekommen habe. Da ich auf Platz 6 Lag und die beiden Fahrer vor mir jeweils 7 Punkte hatten wäre da also noch einiges drin gewesen. Die Beine waren ja schließlich im gesamten Rennen richtig gut.
Somit konnte ich also innerhalb von zwei Wochen zwei Platzierungen einfahren und habe somit bereits 3 Top 10 Platzierungen auf der Habenseite. Die anderen beiden müssen jetzt auch noch irgendwie zu schaffen sein ;)
Timo wurde übrigens mit 3 Punkten 7. und konnte so auch bereits seine 2. Platzierung einfahren. Weiter so… !!!

Bilder: radsport-photos.de

24.06.2011 Rund um den Neheimer Dom

Zusammen mit Timo ging es zum Abendrennen nach Neheim. Dort angekommen trafen wir noch Erik und waren von der Zuschauerkulisse ein wenig überwältigt. Da das Rennen im Rahmen eines Volksfestes ausgetragen wurde standen mal richtig viele Zuschauer an der Strecke. Wenn man sonst nur die Industriegebietsrennen vor der eigenen Verwandtschaft kennt ist das mal eine wirklich erfreuliche Erfahrung ;) .
Zu Beginn des Rennens war das Tempo gleich sehr hoch und ich musste mich am Ende des Feldes erst mal etwas sammeln bis ich richtig ins Rennen kam. Nach etwa 10 Runden arbeitete ich mich nach und nach in das erste Drittel und etwas später setzte ich mal eine kleine Attacke um zu gucken was Beine und Gegner davon halten. Das Gefühl war gut und so spekulierte ich auf eine Gruppe mit der ich mich vom Feld lösen könnte. Leider hatte Erik in der Zwischenzeit einen Defekt und musste das Rennen sehr früh beenden. Nach etwa 25 Runden bekam ich plötzlich starke Rückenschmerzen und fand mich schnell am Ende des Feldes wieder. Da ich nicht mehr richtig im Wiegetritt beschleunigen konnte hatte ich nach den Kurven immer wieder ein kleines Loch zum Feld. In der Hoffnung dass die Schmerzen bald besser würden fuhr ich noch einige Runden am Ende des Feldes, aber in Runde 33 nahm ich dann die Beine hoch. In Hinsicht auf das Rennen am Sonntag in Kassel entschied ich mich das Rennen frühzeitig zu beenden. Bleibt zu hoffen das Der Rücken bis dahin wieder funktionstüchtig ist… :(
Timo wurde übrigens 11. Das ist zwar eigentlich die undankbarste Platzierung die man sich vorstellen kann, aber bei dem schnellen und gut besetzten Rennen ist das wirklich ein erstklassiges Ergebnis. GLÜCKWUNSCH!!!

19.06.2011 Rund um den Elisabethbrunnen

Das Rennen begann direkt mit einem Anstieg, welcher aber in den ersten Runden relativ moderat gefahren wurde. In der Abfahrt und dem welligen und extrem windanfälligen Abschnitt kam es zwar immer wieder zu Attacken an denen auch ich mich beteiligte, aber ernsthaft vom Feld absetzten konnte sich niemand. Als ich mich in der fünften Runde nach einem Angriff weiter hinten im Feld erholte schaffte es eine fünfköpfige Gruppe sich vom Feld zu lösen. Ihr Abstand war zwar gering, aber dem Feld gelang es bis zum Anstieg nicht das Loch zu schließen. Also entschied ich mich zu Beginn der sechsten Runde den Anstieg zu nutzen um in die Gruppe zu fahren. Mit einer extremen Kraftanstrengung schaffte ich es zusammen mit vier anderen Fahrern das Loch zu schließen. Die nun zehnköpfige Spitzengruppe harmonierte von Anfang an sehr gut sodass wir den Vorsprung zum Feld immer weiter ausbauen konnten. Von da an verlief das Rennen relativ unspektakulär. Der Anstieg wurde gleichmäßig schnell gefahren und im unteren Teil der Strecke wurde dem Gegenwind mit einem belgischen Kreisels getrotzt. Erst zu Beginn der Letzten von zehn zu fahrenden Runden wurde der Anstieg eine für extreme Tempoverschärfung genutzt und schnell konnten sich drei Fahrer aus der Gruppe lösen. Aufgrund der harten Aufholjagd in der Mitte des Rennens hatte ich leider nicht mehr die Kraft dieser Attacke auch nur im Ansatz zu folgen. Ich verlor sogar zusammen mit einem weiteren Fahrer den Anschluss zur Gruppe, sodass wir mit wenigen Sekunden Abstand in die Abfahrt gingen. Ganz langsam und mit letzten Kräften schafften wir es allerdings doch noch das Loch zu schließen. Die Nun siebenköpfige Gruppe begann sofort wieder zu kreiseln um die drei Spitzenreiter möglicherweise doch noch zu stellen. Dies gelang uns Allerdings nicht. Als dann das Finale eröffnet wurde musste ich dem kraftraubenden Rennverlauf Tribut zollen und konnte mich aufgrund von Krämpfen nicht mehr am Sprint um die Plätze beteiligen. Da das Feld zu diesem Zeitpunkt bereits einen Rückstand von ca. 2 Minuten hatte konnte ich die letzten Meter des Rennen zum ausrollen nutzen und fuhr so als zehnter über die Ziellinie.

05.06.2011 Wiesbadener City Kriterium

Bei extrem schwülem Wetter und Temperaturen um 30°C ging es am letzten Wochenende nach Wiesbaden zum City Kriterium. Schon vor dem Start sah es so aus als würde es bald ein Gewitter geben, aber es blieb trocken. Das Rennen war vom Start weg richtig schnell und ich musste erst mal ein wenig ins Rennen finden. Dies gelang mir allerdings nicht bis zur ersten Wertung nach 5 Runden. Danach setzte ich allerdings mal eine Attacke, konnte mich aber nicht nennenswert vom Feld lösen. Schnell lief dann alles wieder zusammen. Nach etwa einem Drittel des Rennens bekam ich dann Probleme mit Magen und Darm und jedes Mal wenn es über den Pflasterabschnitt ging wurden die Schmerzen etwas schlimmer. So fand ich mich schnell am Ende des Feldes wieder und musste zusehen wie sich die Entscheidende Gruppe vom Feld absetzte. Zu allem Überfluss habe ich später auch noch meine Flasche verloren und konnte so die letzten 20km trocken fahren. Kurz vor Ende des Rennens fing es dann doch noch an zu regnen. Durch die Abkühlung hatte ich dann allerdings weniger Probleme mit dem Magen konnte mich während die Strecke immer nasser wurde im Feld immer weiter nach vorne arbeiten. Als es dann anfing wie aus Eimern zu schütten und die Straßen richtig unter Wasser standen war ich ganz vorn im Feld angekommen und fuhr dort mein Tempo. Schnell merkte ich dass ich nach den Kurven einen immer größeren Vorsprung hatte und zog so einfach durch. Allein ließen sich die Kurven bei diesen Verhältnissen sowieso viel besser fahren. Da ich nicht wusste wie viele Leute in der Anfangsphase Punkte bekommen hatten und bei den Späteren Wertungen die Punkte in der Führungsgruppe bleiben hätte es ja sein können das man auch ohne Punkte noch in die top ten fahren könnte. So hielt ich das Tempo auf den geraden hoch und versuchte so sicher wie möglich um die inzwischen extrem glatten Kurven zu kommen. Dies gelang mir auch und ich kam mit einigen Sekunden Vorsprung vor dem Feld ins Ziel. allerdings zeigte sich im Nachhinein dass sich das nicht wirklich gelohnt hat. Es hatten nämlich tatsächlich 13 Fahrer Punkte gesammelt und so bleib mir nur Platz 14. Yannick hat das Rennen übrigens trotz Sturz gewonnen. Ich konnte ihm zwar wegen meiner Unpässlichkeit nicht helfen, aber er war so stark dass er auch gar keine Hilfe brauchte. Also auch an dieser Stelle noch mal Glückwunsch zum B ;)

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